buildingSMART überführt IFCX Core in seine nächste Phase der Genehmigung und Auslieferung
buildingSMART International gibt bekannt, dass sein IFCX‑Core‑ und Modularisierungsprojekt die nächste Phase seines Genehmigungsverfahrens erfolgreich abgeschlossen hat und nun in die Finanzierung sowie die Umsetzung übergeht. Das am 26. August 2026 in London angekündigte Projekt zielt darauf ab, eine minimale, modulare und erweiterbare Grundlage für die nächste Generation des openBIM‑Datenaustauschs zu schaffen. Das Programm wird in enger Abstimmung mit ISO und CEN entwickelt.
Was das IFCX‑Core‑Projekt liefern soll
Laut dem Projekt‑Update von buildingSMART werden im Rahmen der Arbeiten gemeinsame, domänenneutrale Konzepte definiert, die künftige IFCX‑Module wiederverwenden können. Zudem sollen Technologien zum Datenaustausch sowie Implementierungsoptionen evaluiert, ein Rahmenwerk für unabhängige Domänenmodule geschaffen sowie Test-, Leit- und Governance‑Mechanismen bereitgestellt werden.
Die Organisation teilt mit, dass der Projektplan nun die nächste interne Genehmigungsphase abgeschlossen hat. Sie lädt zur Einwerbung von Sponsorings ein, um technische Entwicklung, Implementierungstests, Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit sowie Standardisierungsaktivitäten zu unterstützen. Dabei handelt es sich um ein Entwicklungsprogramm und nicht um einen sofortigen Auftrag an ein bestimmtes Projektteam, seine Software oder Lieferobjekte anzupassen.
Warum dies für Offsite‑ und Modulbau wichtig ist
Wiederholbare Baugruppen hängen von wiederholbaren Informationen ab
Panelisierte, volumetrische und MEP‑modulare Projekte sind auf zuverlässige Informationsflüsse zwischen Planung, Fertigung, Logistik und Montage vor Ort angewiesen. Eine modulare Datenbasis könnte langfristig den Austausch strukturierter Produkt‑, Schnittstellen‑ und Konfigurationsdaten erleichtern – allerdings nur, wenn die Projektteams klar festlegen, welche Informationen benötigt werden und wer diese validiert.
Interoperabilität bleibt eine Beschaffungsanforderung
Aktuelle Projektteams sollten weiterhin ihre erforderlichen Austauschformate, Informationsmeilensteine, Modellverantwortlichkeiten sowie Abnahmekriterien festlegen. Der bestehende IFC‑Standard ist als ISO 16739‑1 veröffentlicht; die IFCX‑Initiative stellt vielmehr eine Weiterentwicklung dar und ersetzt nicht die Definition der projektspezifischen Informationsanforderungen.
ZH‑ENG‑Analyse
Der kurzfristige Nutzen besteht nicht allein in einem neuen Dateiformat. Vielmehr bietet es Käufern eine klarere Grundlage, um von Lieferanten strukturierte, wiederverwendbare Daten zu Modulen, Öffnungen, Versorgungssystemen, Gewichten, Anschlusspunkten sowie der Montagesequence anzufordern. Dies reduziert manuelle Neuerfassungen und macht Unstimmigkeiten bereits früh sichtbar.
Was Käufer und Projektteams beachten sollten
- Geben Sie in den Beschaffungsunterlagen das Austauschformat sowie die Meilensteine für die Modellbereitstellung an.
- Definieren Sie die erforderlichen Felder für Modulkennzeichnung, Schnittstellen, Gewichte, Versorgungssysteme und Montagesequence.
- Weisen Sie Verantwortliche für die Überprüfung von Geometrie, Datenkomplettheit und Änderungskontrolle zu.
- Folgen Sie dem IFCX‑Programm von buildingSMART für zukünftige Moduldefinitionen und Implementierungsrichtlinien.
Für die Koordination modularer Projekte können Käufer die ZH‑ENG‑Modulbau‑Lösungen prüfen und das erforderliche Datenformat, den Modulzeitplan sowie Informationen zur Baustellen‑Schnittstelle bereitstellen.
Quellen
buildingSMART International – Update zum IFCX‑Core‑ und Modularisierungsprojekt
https://www.buildingsmart.org/ifcx-core-modularisation-project-update